eJHS

Eine bestehende Zeitschrift zum Organ der Gesellschaft zu erklären, war bereits in der Gründungssatzung verankert. Tatsächlich wurde ab dem Jahr 1963 die Zeitschrift „Die Gartenbauwissenschaft“ mit dem 28. Band als Publikationsorgan der DGG gewählt. Diese Zeitschrift wurde bereits 1929 im Verlag von Julius Springer in Berlin gegründet und dort bis 1944 geführt. Erst 1954, zum 25. Jubiläum des Ersterscheinens, konnte die Zeitschrift vom Bayerischen Landwirtschaftsverlag in München wieder verlegt werden. Gleisberg aus Pillnitz hielt die Federführung der Zeitschrift über fast drei Dekaden und 1961 übernahm de Haas, Hannover, die Schriftleitertätigkeit. 1970 wurde die Zeitschrift in „Gartenbauwissenschaft“ umbenannt und die Artikel erschienen mit deutschen, englischen, französischen und russischen Zusammenfassungen. Ab dem 40. Band im Jahr 1975 wurde die Zeitschrift vom Eugen Ulmer Verlag in Stuttgart herausgegeben. Im Folgejahr übernahm Bünemann, Hannover, die Federführung. Die Schriftleitung wechselte dann 1990 auf Grunewaldt, Hannover, 2002 auf Forkmann, Weihenstephan, und seit 2008 führt Wünsche, Hohenheim, diese Tätigkeit aus. Die DGG entschloss sich aufgrund einer unrentablen Publikationstätigkeit die Zeitschrift zu internationalisieren und in englischer Sprache herauszugeben: Die Geburtsstunde des „European Journal of Horticultural Science“ war der 68. Band im Jahr 2003. Trotz intensiver Bemühungen konnte der Abwärtstrend nicht aufgehalten werden: Das EJHS hatte eine geringe Verbreitung bzw. Akzeptanz, ¾ der Mitgliedsbeiträge wurden für die Herausgabe aufgewendet und der Impact Factor war gering. Die Mitgliederversammlung 2014 beschloss, den Organschaftsvertrag mit dem Verlag Ulmer aufzulösen und ein Angebot der International Society for Horticultural Science (ISHS) im Sinne der Gesellschaft weiter zu prüfen und zum Vertragsabschluss zu führen. Mit dem 80. Band gibt die ISHS die Zeitschrift heraus, die allerdings das Publikationsorgan der DGG bleibt.

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