Green Challenge


Green Challenge 2024

Die Challenge 2024 im Detail

Die Teilnehmenden, Einzelpersonen oder Gruppen von Studierenden im Bachelor oder Master sowie Schüler*innen von Fachschulen, sollen termingerecht zum Beginn der Gartenbauwissenschaftlichen Jahrestagung am 28. Februar 2024 Chinakohljungpflanzen in Trays anziehen und dafür ein möglichst stark torfreduziertes Substrat mit begrenztem Kokosanteil aus einer vorgegebenen Palette an Substratausgangsstoffen konzipieren. Eine Betreuung durch Wissenschaftler*innen ist erlaubt. Die Betreuenden sind bei Einreichung der potenziellen Wettbewerbsmischungen (s. u.) zu benennen.

Als potenzielle Ausgangsstoffe stehen zur Verfügung:

  • Weißtorf (Fräßtorf 0-8 mm)
  • Schwarztorf
  • Holzfaser grob bzw. fein ohne N-Ausgleich
  • Grüngutkompost
  • Rindenhumus
  • Kokosmark
  • Kokosfaser
  • Perlite
  • Tonmehl
  • Naturton (in Mischung mit Holzfaser)

Nach Anmeldung bei Herrn Dr. Dieter Lohr von der HSWT erhalten die Teilnehmenden kleine Muster (jeweils ca. 3 l) der genannten Materialien sowie Informationen zu deren wesentlichen chemischen Eigenschaften (pH-Wert, Salz- und Hauptnährstoffgehalte, Karbonatgehalt beim Kompost). Mit diesen Mustern konzipieren sie zunächst im Kleinmaßstab grundlegende Substratmischungen und fordern bei der HSWT nach Auswahl geeignet erscheinender Mischungen größere Mengen der benötigten Ausgangsstoffe an. Die Teilnehmenden erhalten dann die Ausgangsstoffe, zehn Anzuchttrays und eine entsprechende Menge Saatgut. Zudem wird ihnen zur Berechnung der notwendigen Einwaagen für die ausgewählten Substratmischungen (= potenzielle Wettbewerbsmischungen) eine Exceldatei zur Verfügung gestellt, in die sie die geplanten Volumenanteile eintragen. Gefordert wird eine Torfersatzquote von mindestens 60 Vol.-%. Die addierten Anteile von Kokos und Torf dürfen maximal 50 Vol.-% betragen. Die ausgefüllte Exceldatei sowie eine Probe der potenziellen Wettbewerbsmischungen werden zurück an die HSWT geschickt und dort analytisch auf Plausibilität geprüft.

Zu Beginn der Gartenbauwissenschaftlichen Jahrestagung 2024 im Thünen-Institut in Braunschweig liefern die Teilnehmenden den aus ihrer Sicht besten Tray (max. ein Tray) mit Jungpflanzen ab. In dem Tray darf sich nur eine Substratmischung (= Wettbewerbsmischung) befinden. Die Qualität der Jungpflanzen wird direkt nach Abgabe im Tagungsbüro (fotografisch) dokumentiert und durch die unabhängige Jury bonitiert. Die eingereichten Trays werden nach der Bonitur in den Tagungsräumen an prominenter Stelle ausgestellt.

Weiterer Bestandteil der Aufgabe ist die Präsentation der Vorgehensweise und des Ergebnisses im Rahmen eines maximal fünfminütigen Vortrags im Plenum. Die Vortragszeit darf nicht überschritten werden. Im Rahmen des Vortrags ist es auch möglich, Anschauungsmaterial vorzustellen sowie Audio- oder Videosequenzen einzuspielen.

Die Vorträge werden durch das Publikum über den Applaus bewertet, so dass eine Rangfolge der Teilnehmenden identifiziert werden kann. Eine Überschreitung der Vortragszeit von maximal fünf Minuten führt zu einer Abwertung um einen Rang. Werden beim Vortrag sechs Minuten überschritten, wird der Beitrag disqualifiziert. Daher ist die für den Vortrag verwendete Technologie rechtzeitig vorab vor Ort zu prüfen.

In die Endbewertung fließen zu gleichen Teilen ein:

  • die Jungpflanzenqualität,
  • die Zusammensetzung des Substrats (Ziel ist ein möglichst geringer Torf- und Kokosanteil) sowie
  • die Qualität der Präsentation.

Die Challenge 2024 – Rahmenbedingungen

Das Preisgeld beträgt 1.500,- Euro. Das Prinzip lautet, „the winner takes it all“, so dass es keine Platzierungen geben wird.

Den Teilnehmenden wird gegen Vorlage entsprechender Belege ein Reisekostenzuschuss zur Gartenbauwissenschaftlichen Jahrestagung gewährt (An- und Abreise sowie Übernachtung). Der Zuschuss ist pro Einreichung auf insgesamt 150,- Euro beschränkt.

Die Teilnahme an der Tagung ist für drei Gruppenmitglieder pro Einreichung an der Green Challenge kostenfrei (inkl. Teilnahme am Gesellschaftsabend).

Kontaktadresse:

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Institut für Gartenbau

Dr. Dieter Lohr

Am Staudengarten 14

85354 Freising

Email: dieter.lohr@hswt.de             Tel.: 08161 71 3349

 

Termine:

  • Zeitraum für die Anmeldung und Anforderung der Substratmuster: 06.11. bis 10.12.2023 unter der oben angegebenen Email-Adresse (Dr. Dieter Lohr)
  • Deadline für die Anforderungen der benötigten Substratausgangsstoffe für die Wettbewerbsmischung: 17.12.2023
  • Deadline für die Rücksendung der Excel-Datei und der Kontrollprobe der Wettbewerbsmischung: 05.02.2024
  • Einreichung des Jungpflanzentrays im Rahmen der Jahrestagung: 28.02.2024 von 10:00 bis 12:00 Uhr im Tagungsbüro (zu finden im Foyer des Forums des Thünen-Instituts)
  • Ergebnispräsentation im Rahmen der Jahrestagung

 

 

 

Gewinner bisheriger Green-Challenge-Wettbewerbe

2019

Winston Beck, Konradin Feierabend, Sören Krempler & Casey Walker, Humboldt Universität zu Berlin: Ideenwettbewerb zu „Neue und kreative Produkte für den Gartenbau“

2018

Madita Lauer & Maximilian Koppel, Hochschule Geisenheim University: Ideenwettbewerb zur „Auswirkungen des Klimawandels auf den Gartenbau“

2017

Christian Frerichs, Hochschule Osnabrück und Wenjuan Yu, Humboldt Universität zu Berlin: Ideenwettbewerb „Move IT“

Über folgenden Link gelangen Sie zum Videobeitrag von Ch. Frerichs: Video

2015

Sebastian Feuerbacher, Marc Spuhler, Team Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee: Ideenwettbewerb zur Grünstecklingsvermehrung von Scaevola L.

2014

Fokko zur Mühlen, Hochschule Osnabrück: Ideenwettbewerb zur Gewinnung von Studenten im Gartenbau

2013

Armin Blievernicht, Ehsan DavarynejadTeam Humboldt-Universität zu Berlin: Modellierung pflanzenphysiologischer Prozesse

2011

Martin Brüggenwirth, Julia Dahrendorf, Fatma Inan-Schmidt, Sara Mosch und Philipp StawarzTeam Leibniz Universität Hannover: Bewurzelung von Rhododendron-Hybriden ’Nova Zembla’

2010

Holger Hoffmann, Christian Marx, Sebastian Menke, Team Leibniz Universität Hannover: Marktqualität von Radieschen

2009

Galina Malewanik, Gerrit Viets, Matthias Niehoff, Michael Sprengel, Team Technische Fachhochschule Berlin: Trockenstress von Impatiens