Tagungsprogramm

Tagungsprogramm 2024 (Änderungen vorbehalten)

 Tagungsprogramm DGG  2024 Braunschweig

Keynote-Speaker

Möglichkeiten zur Verbesserung der Fruchtbarkeit in gartenbaulich genutzten Böden und Kultursubstraten durch moderne biologische Analyse

 Prof. Dr. Beatrix Wächter Alsanius,

 Swedish University of Agricultural Sciences (SLU), Alnarp

Studium und Promotion an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit Forschungsaufenthalten in Frankreich INRA und den USA (Washington State University). Nach beruflichen Stationen als assistant professor und senior lecturer wurde Beatrix Alsanius von der SLU in den Fächern Gartenbau (1999) und plant protection ecology (2006) habilitiert und hat seit 2009 den Lehrstuhl für Gartenbau an der SLU inne. 

Von 2010 bis 2013 war sie zudem adjungierte Professorin für Pflanzenwissenschaften (Phytologie) an der Université Laval in Québec, Kanada. Beatrix Alsanius ist eine von drei schwedischen nationalen Vertretern in der ISHS und Mitglied der Königlichen Physiographischen Gesellschaft in Lund und der Königlichen Forst- und Landwirtschaftsakademie, Stockholm, Schweden. Sie ist zudem Mitglied des Expertpanels für Pflanzengesundheit des Norwegian Scientific Committee for Food and Environment, Oslo.

Prof. Alsanius ist eingebunden in zahlreiche transdisziplinäre Projekte, z. B. zum Ökoanbau in Gewächshäusern, zur Lebensmittelhygiene und Frühentdeckungsverfahren von Humanpathogenen an Blattsalaten, zur verbesserten Effizienz von biologischen Bekämpfungsmittel durch gezielten Einsatz von Licht, zu Bekämpfungsstrategien von Saatgutkrankheiten und zum Extremwetter im Gartenbau. Ihre Forschungsaktivitäten fokussieren u. a. auf mikrobiologische Fragestellungen entlang des gartenbaulichen Wertenetzes, insbesondere Boden und Kultursubstrate, Bewässerungswasser und Licht.

Humus in landwirtschaftlichen Böden Deutschlands – Relevanz, Potenziale und Grenzen

PD Dr. Christopher Poeplau ist Wissenschaftler am Thünen Institut für Agrarklimaschutz und leitet dort die Bodenzustandserhebung Landwirtschaft, sowie stellvertretend den Arbeitsbereich organische Bodensubstanz. Außerdem ist er in der geographischen Lehre der Universität Hildesheim aktiv.

Sein Hauptforschungsinteresse ist die organische Bodensubstanz in landwirtschaftlichen Systemen und wie deren Umsatzprozesse durch Mensch und Klimawandel beeinflusst werden.

Neue Einblicke in ein altes Problem: Nachbaukrankheit oder Bodenmüdigkeit bei Apfel

Prof. Dr. Traud Winkelmann hat seit 2008 eine Professur für Vermehrungsphysiologie gartenbaulicher Kulturen an der Leibniz Universität Hannover inne. Ihr Forschungsinteresse gilt auf der einen Seite pflanzlichen Regenerationsprozessen, die die Grundlage für die klassische Vermehrung von Pflanzen darstellen und besondere Bedeutung für die Nutzung von In-vitro-Kulturtechniken haben. Zudem wurden und werden in ihrer Gruppe diverse Projekte mit Bezug zur Züchtung bearbeitet.

In den letzten 10 Jahren liegt ein Schwerpunkt der Forschung auf der Nachbaukrankheit, die zum Teil in der Praxis Bodenmüdigkeit genannt wird. Traud Winkelmann koordiniert das vom BMBF geförderte Verbundvorhaben ORDIAmur, dessen Ziele in der multidisziplinären Untersuchung von Ursachen der Nachbaukrankheit und vor allem die Entwicklung und Prüfung von Gegenmaßnahmen liegen.

Foto: Philipp Schroeder

Wie Torfersatzstoffe zum Moor- und Klimaschutz beitragen

Dr. Greta Gaudig ist Diplom-Biologin und seit 2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Greifswald. Ihr Forschungsschwerpunkt ist der Anbau von Torfmoos auf wiedervernässten Moorflächen in Paludikultur, das z. B. als Torfersatz im Gartenbau verwertet werden kann.

Greta Gaudig leitet zusammen mit PD Dr. Franziska Tanneberger das Greifswald Moor Centrum. Es wurde 2015 als Kooperation von Universität Greifswald, Michael Succow Stiftung und DUENE e.V. gegründet und arbeitet moorbezogen mit über 100 Personen aller Disziplinen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis. Weitere Informationen finden Sie hier: www.greifswaldmoor.de

Exkursion am Samstag, 02.03.2024, 9:00 bis ca. 16:15 Uhr

Exkursion am Samstag, 02.03.2024, 9:00 bis ca. 16:15 Uhr

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Moorrenaturierung im Großen Moor bei Gifhorn

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) stellt sein Langzeit-Moorrenaturierungsprojekt vor. Auf großflächig abgetorften Flächen wurden und werden auch weiterhin möglichst weitläufige Areale wiedervernässt. Vor Ort können die Flächen erlebt werden und Ziele, Maßnahmen und Erfolge, aber auch Herausforderungen dieser Langzeitaufgabe direkt angesprochen werden. Zudem wird ein NABU-Projekt zur Sphagnum-Vermehrung vorgestellt.

Foto: Blick auf wiedervernässte Abtorfungsflächen (Foto: M. Müller)

Weiterführende Informationen:

https://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presse_und_offentlichkeitsarbeit/pressemitteilungen/nach-dem-torfabbau-ist-vor-der-renaturierung-219113.html

https://nabu-gifhorn.jimdo.com/projekte-arbeitsgruppen/renaturierung-nsg-gro%C3%9Fes-moor/

 

Orchideen-Zentrum Wichmann in Celle          

 

Das Gartenbauunternehmen Wichmann besteht seit 1897 und gehört zu einer der ältesten Orchideengärtnereien in Deutschland. Auf knapp 9.000 m² Gewächshausfläche werden tropische und subtropische Orchideenpflanzen kultiviert und auf einer Verkaufsfläche von ca. 650 m² angeboten. Seit mehr als vier Jahrzehnten ist der Betrieb auf den Pflanzenversand spezialisiert und betreibt seit 2002/03 einen Orchideen E-Shop.

Für die Biogas-Abwärmenutzung erhielt der Betrieb 2008 den TASPO Award „Umweltfreundlichstes Gartenbauunternehmen“. Darüber hinaus war Orchideen Wichmann 2010 einer der ersten Betriebe, der im Projekt „Nachhaltiges Celle – Wirtschaften für die Zukunft“ zertifiziert wurde.

www.orchideen-wichmann.de

Für Ihre Reiseplanung: Vor der Rückfahrt nach Braunschweig bieten wir einen Zwischenstopp am Bahnhof in Celle (Ankunft ca. 15:15 Uhr) an.

Kosten: 35,00 Euro p. P. (incl. Lunchpaket)

Bei der Anmeldung in ConfTool können Sie eine Auswahl treffen, ob Sie ggf. ein vegetarisches oder auch veganes Lunchpaket wünschen.